Rheingau

Das Rheingau ist laut deutschem Weingesetz, eine der 13 eigenständigen Weinbauregionen Deutschlands. Das Rheingau verfügt über eine Länge von knapp 30 km und eine Gesamtrebfläche von etwa 3200 ha. Die Weinbauregion beginnt westlich des so genannten Rheinknies bei Wiesbaden, und breitet sich auf einem schmalen Streifen in Ost-West-Richtung zwischen dem Rhein und dem Taunusgebirge aus und schließt dabei auch die Rebflächen rund um Wiesbaden und am nördlichen Mainufer mit ein. Einen Sonderstatus in der Weinbauregion genießen vor allem die Weine von den Hängen des Steinberges und von Schloss Johannisberg, die zu den besten Deutschlands gehören.

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Die Weinregion Rheingau

Die Rebflächen des Rheingaus liegen am rechten Rheinufer, zwischen Wiesbaden und Rüdesheim. Hier bietet die klare südliche Ausrichtung der Rebfläche optimale Bedingungen für den Weinbau, vor allem aber für die sensible Riesling-Traube. Das in der Region vorherrschende kontinentale Klima gilt als sehr mild. Weitere klimatische Vorteile bringen die Höhen des Taunus, die die Weinberge vor kühlen Nordwinden schützen, und der Einfluss des Rheins, welcher durch die Größe seiner Wasseroberfläche die bereits starke Sonneneinstrahlung auf die Weinberge noch weiter verstärkt, und so zu einer vermehrten Nebelbildung führt, die die Weinberge mit mehr Luftfeuchtigkeit versorgt dadurch die Bildung von Edelfäule positiv beeinflusst. Im Bezug auf die Bodenbeschaffenheit unterscheidet sich das Rheingau stark von den anderen deutschen Weinbaugebieten. Das Rheingau verfügt meist über tiefgründige, kalkhaltige Böden, manchmal aber auch über Löß-, Sand- oder Kiesschotterformationen die die Wärme optimal speichern, und die Rebstöcke so vor Spätfrösten schützen können.

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Rebsorten im Rheingau

Wie in vielen deutschen Weinbaugebieten dominiert auch im Rheingau die Weißweinproduktion. Auf mehr als 85 % der Gesamtrebfläche werden hier weiße Rebsorten kultiviert. Dabei nimmt die weiße Rebsorte Riesling mit einem Anteil von 80 % an der Gesamtrebfläche den größten Teil ein. Zudem werden die weißen Rebsorten Müller-Thurgau und Chardonnay angebaut. Roten Rebsorten werden auf knapp 15 % des Weinbaugebietes kultiviert. Am haäufigsten wird die Rebsorte Spätburgunder angebaut.

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Eigenschaften des Weinanbaugebietes Rheingau

Die Weine des Rheingau zählen zu den qualitativ besten Deutschlands, dies basiert vor allem auf dem Faktum, dass im Rheingau nur relativ geringe Ertragsmengen von höchstens 90 Hektoliter Wein/ha Rebfläche zulässig sind, während in manch anderen deutschen Anbaugebieten der Durchschnitt bei 120 bis 130 Hektolitern liegt. Die rheingauer Weine weißen zwar nicht die Fruchtigkeit und Unbeschwertheit der Moselweine auf, sie sind aber deutlich rassiger, zeigen mehr Charakter, verfügen über eine markante Säure und eine einzigartige Würze. Weiters sind die rheingauer Weine auch extrem lagerfähig, bereits ein Kabinett kann über drei Jahre lagern und die Auslesen und Spätlese können ihr großes Potenzial erst nach mehr als einem Jahrzehnt entwickeln. Die Rotweine der Region können aber nur in seltenen Fällen an das Potenzial der Weißweine anschließen und sind meist leicht, trocken, fruchtig und besitzen kaum Lagerpotenzial.

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Quelle: www.lebensmittellexikon.de
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