Rheinhessen

Rheinhessen ist das flächenmäßig größte Weinbaugebiet Deutschlands. Es verteilt sich auf über 26.000 ha Rebfläche. Das entspricht ein viertel der gesamten deutschen Rebfläche. Es verfügt über 24 Groß- und 432 Einzellagen. Rund ein Fünftel der rheinland-pfälzischen Region Rheinhessens ist mit Reben bestockt. Von den über 6000 autonomen Winzern werden hier jährlich ca. 2,5 Mio. Hektoliter Wein hergestellt.

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Die Weinregion Rheinhessen

Das Weinbaugebiet Rheinhessen erstreckt sich südlich des Rheingaus, innerhalb eines Dreiecks mit den Eckpunkten Worms, Bingen und Mainz. Es grenzt im Nordosten an das Weinbaugebiet Nahe und im Süden an die Weinberge der Pfalz. Somit bildet Rheinhessen das Herz, des riesigen Reblandes zwischen Nahe und dem französischen Weinbaugebiet Elsass. Der bekannteste Weinbaubereich der Region ist Nierenstein, welcher sich von Bechtheim im Süden bis nach Mainz im Norden erstreckt und dabei mit der Landeshauptstadt Mainz, eine, zu den Great Wine Capitals of the World zählende Weinbaustadt beinhaltet. Die Region ist stark klimabegünstigt und für Weinbau wie geschaffen. Obwohl die Region in den Sommermonaten kaum Höchsttemperaturen verzeichnet, kann sie sich über mehr als 1500 Sonnenstunden und eine Niederschlagmenge um die 500 ml pro Jahr freuen. Durch diese optimalen Voraussetzungen erreichen die Trauben hier exzellente Reifegrade und geben tolle Weine. Auch die verschiedenen Bodenformationen der Region begünstigen den Weinbau, sie reichen von Schlickböden, über Ton- und Schieferböden bis hin zu sandigen Schwemmböden. Die besten Weine Rheinhessen werden heute an der so genannten Rheinfront, dem linksrheinischen Steilabfall des rheinhessischen Plateaus zwischen Nackenheim im Norden und Alsheim im Süden hergestellt. Die Rheinfront verfügt mit Nackenheim, Pettenthal, Brudersberg, Hipping, Ölberg und Orbel in Nierenstein auch über die besten Weinbaulagen der gesamten Region.

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Die Rebsorten in Rheinhessen

Rheinhessen zeichnet sich duch eine Vielzahl von Neuzüchtungen und Rebsortenkreuzungen aus. Zudem werden hier zahlreiche Rebsorten angebaut. Rund 70 % der rheinhessischen Rebflächen sind mit weißen Rebsorten bedeckt. Am häufigsten wird der Müller-Thurgau mit einem Anteil von 20 % an der Gesamtrebfläche angebaut. Zudem werden, Silvaner, Riesling, Kerner, Scheurebe, Bacchus, Mario-Muskat und Faberrebe in Rheinhessen kultiviert. Roten Rebsorten werden auf 30 % der rheinhessischen Gesamtrebfläche angebaut. Hier werden insbesondere die Rebsorten Dornfelder, Blauer Portugieser, Spätburgunder, Heroldrebe, Frühburgunder und Regent angebaut.

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Eigenschaften

Die rheinhessischen Weine zeichnen sich durch hochwertige Qualitäten aus, die vor allem durch die geringen Erntemengen der Region positiv beeinflusst werden. Ein Großteil der Weine wird heute leicht, lieblich, fruchtig und harmonisch ausgebaut. Jedoch gibt es auch einige rheinhessische Rotweine von großer Finesse und kräftiger Würze. Neben den Weiß- und Rotweinen sind aber auch noch leichte, süffige Weinprodukte wie die Liebfrauenmilch oder der Federweißer bekannt.

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Quelle: www.lebensmittellexikon.de
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