Frankreich

Frankreich ist eines der bekanntesten und größten Weinanbauländer Europas. Auf einer Gesamtrebfläche von ca. 900.000 ha werden jährlich von mehr als 150.000 Betrieben, circa 60 Mio. Hektoliter Wein hergestellt. Davon entfallen 70 % der Gesamtproduktion auf Rotweine und Roséweine und lediglich 30 % auf Weißweine.

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Topografie und Klima

Die Weinbaugebiete liegen ideal zwischen dem 42. und dem 50. nördlichen Breitengrad. Im Süden des Landes herrscht ein mediterranes Klima, welches eine zuverlässige Reife des Traubengutes garantiert. Weiters verhindert die kühle Brise vom Meer, dass sich essentielle Geschmacks- und Aromastoffe verflüchtigen. In den westlichen Bereichen ist der Atlantik für ein etwas kühleres Klima verantwortlich, welches aber durch den Golfstrom deutlich gemildert wird. Trotz einiger Regenfälle, die durchaus auch ergiebig sein können, wirkt sich das Klima keineswegs negativ auf die Reben aus. Im Osten ist das Klima von kontinentalen Einflüssen geprägt, hier besteht die größte Gefahr von Frostschäden während des Austriebs. Eine weitere Gefahr stellen starke Regenfälle dar, die in der Blütezeit der Reben auftreten können.

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Rebsorten

Frankreich ist ein wahrhaftes Rotweinland. Etwas mehr als 70 % der gesamten Rebfläche sind mit roten Rebsorten bedeckt. Nur 30 % entfallen auf weiße Rebsorten.

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Rote Rebsorten

Bei den Rotweinrebsorten dominiert der Merlot, gefolgt von Grenache, Carignan, Syrah und Cabernet Sauvignon. Darüber hianus sind auch Cabernet Franc, Cinsault, Gamay, Malbec, Mourvèdre, Pinot meunier, Grolleau und Pinot noir von Bedeutung.

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Weiße Rebsorten

Bei den Weißweinrebsorten nimmt die Ugni blanc-Traube die Spitzenposition ein, sie liefert aber meist nur Grundweine, die als Basis für Spirituosen, wie Cognac oder Armagnac verwendet werden. Für die reine Weinherstellung ist die Chardonnay-Traube von großer Bedeutung. Weiters werden Sémillon, Pinot Blanc, Pinot Gris, Muscat blanc à petits grains, Melon de Bourgogne, Riesling, Macabeu, Grenache Blanc, Folle Blanche, Colombard, Chenin blanc, Chasselas, Auxerrois, Viognier und Aligoté kultiviert.

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Eigenschaften

Frankreich verfügt über eine umfangreiche Palette an unterschiedlichen Weinen. Den Großteil stellen aber Rotweine dar, die sich meist an den kräftigen, wuchtigen, tanninreichen und lagerfähigen Gewächsen des Bordeaux oder des Burgund orientieren. Neben diesen kräftigen Rotweinen werden aber auch leichtere und fruchtigere Rotweine hergestellt, die für den täglichen Konsum geeignet sind und über ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis verfügen. Die Roséweine die im Süden des Landes gekeltert werden verfügen über hohe Qualitäten und gelten als leicht, frisch und spritzig. Die französischen Weißweine verfügen über einen großen Körper, Fruchtigkeit und Volumen. Im Gegensatz zu den kräftigen Weißweinen werden die Roséweine häufig zu leichten, fruchtigen und spritzigen Weinen ausgebaut. Zudem produziert Frankreich weltbekannte Schaumweine aus der Champagne, die durch ihre Qualität Weltruhm erlangten. Neben den Schaumweinen sind die zahlreichen Süßweine des Landes erwähnenswert, die im Jura, im Bordeaux oder im Süden des Landes hergestellt werden.

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Französische Weinbaugebiete

Das Land ist verwaltungsmäßig in insgesamt 95 Départements unterteilt, die sich in Kreise (Arrondissements) und Kantone aufteilen. Die Weinbaugebiete sind ziemlich gleichmäßig über drei Viertel der Landesoberfläche verteilt. Unter dem Schutz und Aufsicht der INAO (Institut national de l’origine et de la qualité) erfolgte eine Einteilung in 12 Gebiete die in ca. 460 Appellationen gegliedert sind. Bordeaux, Burgund, Champagne, Elsass, Jura, Korsika, Languedoc-Roussillon, Loire, Provence, Rhône-Tal, Savoyen und Südwesten.

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Quelle: www.lebensmittellexikon.de
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