Languedoc-Roussillon

Languedoc-Roussillon

Languedoc-Roussillon liegt in Südfrankreich am Mittelmeer und ist mit dem Zusammenschluss 1960 aus den den beiden historischen Provinzen Languedoc und Roussillon die größte Weinbauregion des Landes und mit rund 225.000 Hektar Rebfläche auch das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet der Welt.

Jährlich werden um die 12 Millionen Hektoliter Wein produziert und über 3 Millionen Hektoliter Weine mit geschützter Herkunftsbezeichnung (IGP und AOP) exportiert. Das Languedoc-Roussillon stellt damit knapp ein Drittel der französischen Ausfuhren an IGP- und AOP-Weinen. Auch im Bereich der ökologisch erzeugten Weine ist das Languedoc-Roussillon besonders stark: Über 19.900 Hektar Rebfläche in der Region werden biologisch oder biodynamisch bewirtschaftet – das ist etwa ein Drittel der Biowein-Anbaufläche in Frankreich, Tendenz steigend.

Geografisch zieht sich das Languedoc-Roussillon entlang der französischen Mittelmeerküste von der französisch-spanischen Grenze bei Collioure am Fuße der Pyrenäen über die Camargue bis hin zur Rhône-Mündung bei Nîmes und umfasst dabei die vier Départements Pyrénées-Orientales, Aude, Hérault und Gard.

Die Natur im Languedoc-Roussillon ist äußerst vielfältig. Zweihundert Kilometer Strand und ein von der Sonne verwöhntes Rebenmeer kennzeichnen das Gebiet ebenso wie die steilen Hänge der Pyrenäen, den Ausläufern des Zentralmassivs im Hinterland, waldreiche Täler, die wilde Garrigue mit ihren Sträuchern und duftenden Kräutern, die Lagunenseen (Etangs) und das Mittelmeer selbst. In dieser Landschaft von ursprünglichem Reichtum gedeihen die Reben unter idealen Bedingungen, die durch das mediterrane, windreiche Klima und die kargen Böden geprägt sind.

In der Region herrscht mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Besonders im Süden, im Roussillon, steigen die sommerlichen Temperaturen nicht selten auf über 40 Grad. Im äußersten Westen verbinden sich die mediterranen mit gemäßigteren atlantischen Klimaeinflüssen. Im Osten, nahe dem Rhône-Delta, macht sich auch der Mistral bemerkbar, ein kraftvoller, kalter, nordwestlicher Fallwind, der stark trocknend wirkt und die Vegetationszeiten (und somit die Reife) der Pflanzen verlängert. Im Westen übernimmt diese trocknende Funktion, die die Reben auch vor Pilzkrankheiten schützt, der Tramontane-Wind.

Die Böden im Languedoc-Roussillon weisen viele unterschiedliche Strukturen auf, die die Terroirs der jeweiligen Appellationen prägen: Kalk, Ton, Schiefer, Gneis, Kiesel, Sandstein, Mergel, Sand, Granit, Molasse und Schwemmland.

Diese idealen klimatischen Bedingungen und vielfältigen Bodenreliefs ermöglichen den Anbau von derzeit 56 zugelassenen Rebsorten mit geschützter geographischer Angabe, die eine außergewöhnliche Aromenvielfalt in Rot, Weiß und Rosé hervorbringen. Diese Rebsorten präsentieren sich je nach Mikroklima, Lage und Bodenrelief sehr unterschiedlich und die Bandbreite der Weine ist dank der vielfältigen und völlig unterschiedlichen Herkunftszonen einzigartig.

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