Spanien

Spanien verfügt über eine Gesamtrebfläche von etwas mehr als 1,12 Mio. ha, gleichzeitig auch über einige der höchsten und gebirgigsten Weinbaulagen der Welt. Die Rebflächen werden von etwas mehr als 150.000 autonomen Winzern und ca. 5.000 Bodegas bewirtschaftet, die jährlich für eine Produktion von ungefähr 35 Mio. Hektoliter Wein verantwortlich zeichnen. Somit reiht sich Spanien hinter Frankreich und Italien weltweit auf dem dritten Platz ein.

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Topografie und Klima

Das Klima ist von Region zu Region unterschiedlich, wird aber meist durch atlantische, kontinentale oder mediterrane Einflüsse geprägt. Vor allem das trockene, warme und niederschlagsarme Wetter, sowie die extremen Höhenlagen mancher Weinberge, manchen den Weinbau in vielen Teilen des Landes fast unmöglich. Auch die vorherrschenden, meist äußerst kargen Böden, erleichtern die Arbeit nicht unbedingt und erfordern großen finanziellen und körperlichen Einsatz, sowie optimal konstruierte Bewässerungssysteme.

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Rebsorten

Spanien verfügt über eine unüberschaubare Rebsortenvielfalt, man vermutet, das es an die 600 seien sollen. Davon haben aber nur 15 ihren Ursprung auf der Iberischen Halbinsel, dennoch bedecken sie heute etwas mehr als dreiviertel der gesamten Rebflächen.

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Rote Rebsorten in Spanien

Die beiden populärsten Rotweinrebsorten sind Garnacha und Tempranillo. Dabei gilt die Garnacha-Traube als die Meistangebaute und die Tempranillo als die Edelste. Neben den zwei Hauptsorten sind noch die autochthonen Rebsorten Cariñena, Graciano, Tinta de Toro, Mencía, Monastrell und Bobal beliebt. Durch die Anpassung der Rebflächen, Ende des 20. Jhd., kam es auch vermehrt zur Anpflanzung von französischen Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah.

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Weiße Rebsorten in Spanien

Bei den Weißweinreben haben die Airén-, die Albariño- und die Verdejo-Rebe eine dominierende Stellung eingenommen. Dabei gilt die Airén-Traube, durch ihre Vorherrschaft im Weinbaugebiet La Mancha, als die meistangebaute Rebsorte der Welt. Zudem sind auch noch die Rebsorten Viura, Palomina, Moscatel, Malvasia, Merseguera, Xarel-lo, Pedro Ximénez, Garnacha blanca, Macabeo und Parellada weit verbreitet. Auch internationale bekannte Trauben wie Chardonnay oder Chenin blanc konnten in letzter Zeit großen Zuspruch ernten.

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Eigenschaften Spanischer Weine

Waren spanische Weine ursprünglich vor allem durch die späte Lese und die fehlende Temperaturkontrolle geprägt, so präsentieren sie sich heute, in einem neuen, viel moderneren Erscheinungsbild. Grund dafür war eine Verstärkung des Weinbaus in kühleren, teils höher gelegenen Regionen sowie eine Umschichtung der Rebflächen von Süden nach Norden. Weiters setzte man vermehrt auf modere Kellertechniken, die als Resultat frische und saubere Weißweine sowie gehaltvolle, saftige und zugleich konzentrierte Rotweine hatten. Trotz aller Neuerungen und Innovationen sollte man aber nicht auf die noch immer erstklassischen Rosados, auf die extrem süßen und alkoholstarken Likörweine sowie auf die erstklassischen Schaumweine des Landes vergessen.

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Klassifizierungen und gesetzliche Grundlagen Spanischer Weine

Das Spanische Weingesetz berücksichtigt zwei grundlegende Eigenschaften zur Klassifizierung von Wein. Das ist einerseits die herkunftsbezogene Klassifizierung und andererseits die Klassifizierung nach Art und Dauer des Ausbaus.

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Qualitätsstufen nach herkunftsbezogener Klassifizierung

Vino de Mesa

Vino de la Tierra

Vino D.O. & Vino D.O.Ca.

Vinos de pago

 

Qualitätsstufen nach Dauer und Art des Weinausbaus

Vino Joven

Crianza

Reserva

Gran Reserva

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Quelle: www.lebensmittellexikon.de
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